Rotes Höhenvieh

Als Rotes Höhenvieh fasste man nach 1984 einige alte, robuste einfarbig rote Rinderrassen zusammen, die in den Mittelgebirgen von Niedersachsen bis Bayern sowie in Polen und Tschechien vorkamen und nur knapp dem Aussterben entgangen sind. Daher wurde das Rote Höhenvieh 1997 von der GEH zur "Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres" erklärt.

Beschreibung:

Einfarbig rot, rotbraun bis dunkelbraun. Das Rote Höhenvieh war eine typisch  robuste und widerstandsfähige Mittelgebirgsrasse, die auf die Kelten zurückgeht. In älterer Literatur wird die Rasse auch als Keltenvieh bezeichnet.

Das Rote Höhenvieh war ein klassisches Dreinutzungsrind. Es lieferte Milch, Fleisch und leistete Spanndienste. Es wurde als Zugtier zum Pflügen, zum ziehen von Wagen und zum Holzrücken eingesetzt.

Der Rasse wurden und werden Robustheit, Genügsamkeit und Fruchtbarkeit zugeschrieben. Das Rote Höhenvieh zeichnet sich auch durch weitere Eigenschaften aus, wie z.Bsp. gute Konstitution, Langlebigkeit, Leichtkalbigkeit, gute Muttereigenschaften und hervorragende Fleischqualität.

Bestand:

1.275 Kühe und 125 Bullen (Stand 2011)